Die Anne-Frank-Realschule plus
ist eine Realschule plus in kooperativer Form.
Alle Schülerinnen und Schüler
werden in den Orientierungsstufenklassen (5. und 6. Klassenstufe) gemeinsam
unterrichtet.
Zu Beginn der Klassenstufe 7 erfolgt nach intensiver Beratung der Eltern und der
Schülerinnen und Schüler eine Ersteinstufung
entweder in den Bildungsgang
„Qualifizierter Sekundarabschluss“ (früher Realschulabschluss, Mittlere Reife)
oder in den
Bildungsgang „Berufsreife“ (früher Hauptschulabschluss).
Die Beratung und Einstufung
erfolgt auf Grundlage der erzielten Leistungen und des Lernverhaltens in
der Orientierungsstufe.
Eine Einstufung in den Bildungsgang „Qualifizierter
Sekundarabschluss“ kann demnach nur erfolgen, sofern entsprechende
Notenvoraussetzungen und ein positives Lernverhalten gegeben sind. Eine
Umstufung in den jeweils anderen Bildungsgang
ist bei gravierenden Leistungsänderungen immer zum Ende eines Schulhalbjahres möglich.
II. Das Profil der Orientierungsstufe an der Anne-Frank-Realschule plus:
· Eine
mehrtägige Orientierungsphase mit den Klassenleitungsteams sowie
Klassenpatenschaften durch die Oberklassen
erleichtern den Schülerinnen und
Schüler aus der Grundschule den Übergang in die Realschule plus.
· Zusatz- und Förderunterricht, insbesondere im Fach Deutsch, soll die individuellen
Leistungen der Schülerinnen und Schüler
so weit festigen oder verbessern, dass
möglichst viele in den Bildungsgang „Qualifizierter Sekundarabschluss“
eingestuft werden können.
Aus diesem Grund wird in der 5. Klassenstufe eine
Stunde Englisch und in der 6. Klassenstufe eine Stunde Deutsch zusätzlich
erteilt
werden. Darüber hinaus ergänzt am Nachmittag Förderunterricht in den
Fächern Deutsch und Mathematik das Angebot.
· In der
Lernzeit haben Schülerinnen und Schülern zwei Mal pro Woche (jeweils 90
Minuten) die Möglichkeit, gemeinsam zu essen,
zu spielen, ihre Hausaufgaben
größtenteils zu erledigen und sich auf den nächsten Tag vorzubereiten. Sie
lernen auch, wie man das
eigene Lernen besser strukturieren und effektiver
gestalten kann (das „Lernen“ lernen).
· Ab der 6.
Klassenstufe können unsere Schülerinnen und Schüler am Projekt „Lernen im
Team“ teilnehmen. Gelernt wird in diesem
Projekt nach folgenden methodischen
Grundprinzipien: 1. „Schüler lernen von Schülern“, einerseits von Älteren und
andererseits innerhalb
der Arbeitsgruppe von Gleichaltrigen und 2. „Schüler
helfen sich gegenseitig im Team“. Wer gut ist im Fach Englisch kann andere
Mitschüler/innen unterstützen und seinerseits beispielsweise Hilfe im Fach
Mathematik bekommen.
· Offene Unterrichtsformen und Methodentraining sollen die Kinder individuell fördern und zu mehr Selbstständigkeit erziehen.
· Für eine positive
Entwicklung der Schülerinnen und Schüler ist eine Förderung in den Bereichen
Sport, Bildende Kunst und Musik
außerordentlich wichtig. Aus diesem Grund
bieten wir für alle sportbegeisterten Kinder eine Sportklasse in der
Orientierungsstufe an.
Alle anderen können zu Beginn des Schuljahres individuell
eine Förderung aus den Bereichen Bildende Kunst, Keyboard, Chor oder
Sport
wählen. Diese Unterrichtsstunde gehört zum Pflichtunterricht und fließt in die
jeweilige Fachnote ein.
· Die
Sportklasse bietet sportlich begabten Schülerinnen und Schülern die
Möglichkeit eines erweiterten Sportunterrichts durch
eine Erhöhung der
Wochenstundenzahl im Fach Sport. Darüber hinaus findet in der 5. und der 6.
Klassenstufe je eine Klassenfahrt
mit sportlichem Schwerpunkt statt.
· Als wichtige
Voraussetzung für die weitere Arbeit im Unterricht ist eine Basiseinweisung
im Umgang mit dem PC notwendig.
Diese erfolgt im Rahmen des
Wahlpflichtfachunterrichts in der 6. Klassenstufe.
· Über die Projekte „Erwachsen werden“ und „Mediation“ in der Klassenleiterstunde werden die
Sozialkompetenzen der Kinder
erweitert. Sie lernen, wie man Streitereien auch
ohne handgreifliche Auseinandersetzungen und nach Möglichkeit auch ohne
Beschimpfungen löst. Als weitere Bausteine hierzu dienen die Projekte
Individuelles Verhaltenstraining (Viet-Vo-Dao) und Streitschlichtung.
III. Pädagogische Schwerpunkte für alle Klassenstufen:
1. Förderunterricht:
· Klassenstufe 5: Eine zusätzliche Unterrichtsstunde Englisch pro Woche
· Klassenstufe 6: Eine zusätzliche Unterrichtsstunde Deutsch pro Woche
· Klassenstufe 7: Eine zusätzliche Unterrichtsstunde Mathematik pro Woche
2. Wahlpflichtfachangebot:
· Klassenstufe 6:
Französisch oder alternativ im Jahresverlauf
Orientierungskurse in den Schwerpunkten WuV, HuS und TuN
· Angebot ab Klassenstufe 7 bis 9/10:
Französisch als 2. Fremdsprache,
Hauswirtschaft und Sozialwesen (HuS),
Technik und Natur (TuN),
Wirtschaft und Verwaltung (WuV),
Informationstechnologie (IT)
· Die Schüler
haben die Möglichkeit, sich aus diesem Angebot für einen Fachbereich zu
entscheiden. Französisch kann
allerdings nur dann besucht werden, sofern dieses
Fach bereits in der Klassenstufe 6 gewählt worden ist.
3. Unterricht am PC:
· Im Rahmen des Fachunterrichts, vorwiegend der naturwissenschaftlichen Fachbereiche
· Informationstechnische Grundbildung für alle Schülerinnen und Schüler
· Wahlpflichtfach Informationstechnologie (IT)
· Erwerb des
Europäischen Computerführerscheines ECDL ab Klassenstufe 8 möglich. Die
Anne-Frank-Realschule plus
ist hierfür lizenziertes Ausbildungs- und
Testzentrum.
4. Berufsorientierung ab Klassenstufe 8:
· Zusammenarbeit mit dem Berufsberater der Bundesagentur für Arbeit
· Jährliches Betriebspraktikum
· Besuche von BIZ (Berufsinformationszentrum) und den regionalen Fachmessen
· Informationsveranstaltungen mit Experten aus Industrie, Handel, Wirtschaft und weiterführenden Schulen
· Arbeitsgemeinschaft „Bewerbung“ mit Durchführung eines Einstellungstests
· Expertentraining Einstellungsgespräch
5. Weitere Angebote:
· Klassenleiterstunden in den Klassenstufen 5, 6, 7 und 9
· Klassenfahrten
· Methoden-, Kommunikations- und Teamtraining
· Arbeitsgemeinschaften (z.B.: Fußball, Homepage, Schülerband, Politik, Mofa, Bibliothek, Schule ohne Rassismus, Chor, Keyboard, Kunst, etc.)
· Weitere Projekte: „Lernen im Team“, Streitschlichtung, ECDL, Schulsanitätsdienst, Pausenradio
· Lesewettbewerb, Sportturniere, Spielefest und Bundesjugendspiele
· Sozialkompetenz- und Antiaggressionstraining (Viet-Vo-Dao)
· Schulsozialarbeit
Text: D. Baust

Die Übersicht zeigt den Planungsstand im August 2010
Übersicht: D. Baust
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