5.1 Verwaltung von HTML- Dokumenten
Eine erfolgreich erstellte HTML-Seite besteht normalerweise aus einem HTML- Grundgerüst (Text, Tags, Befehle...) und den verschiedenen Elementen, die während des Seitenbaus eingesetzt wurden (Bilder, Grafiken, Hintergründe Töne etc.). Diese Elemente stehen als eigenständige Datei neben der HTML- Datei, d.h. sie sind nicht in die HTML- Integriert. Im HTML- Quelltext wird für jedes eingebaute Element ein Befehl ("baue hier das Bild/die Datei x , zu finden an dem Ort y, ein!") erstellt. Befindet sich eine Datei, aus welchem Grund auch immer, nicht an dem beschriebenen Ort, oder gibt es Abweichungen (z.B. im Namen oder im Dateiformat) kann der Browser das Element nicht anzeigen und gibt eine entsprechende Fehlermeldung aus.
Fehlermeldung beim Netscape Navigator
Fehlermeldung beim Internet Explorer
Um dieses Risiko zu verringern, kopiert der Composer alle Einbau- Elemente automatisch in den Ordner auf dem auch gerade die HTML- Seite bearbeitet wird. Lange Ortsangaben entfallen dadurch, im HTML- Code steht nur z.B: <img src= "bild1.gif">. Damit die Seite auchim Internet richtig dargestellt werden kann, müssen die Dateien auf dem Server ebenfalls alle im selben Ordner liegen. Für einfache, kleine Homepages empfiehlt es sich, diese Einstellung zu übernehmen und sämtliche HTML-Dateien mitsamt allen Zusatzelementen in nur einem Ordner (sowohl auf der Festplatte als auch auf dem Webserver) zu deponieren. Allerdings leidet bei dieser Methode die Übersichtlichkeit, da sämtliche Dateien auf nur einem Ordner verstreut sind. Wer es gerne übersichtlich hat, kann den Composer anweisen, die Einbauelemente nicht in den aktuellen Order zu kopieren. Dafür muß im "Grafikeigenschaften"- Fenster (siehe Punkt 4.3) das Kästchen "Grafik bleibt an der ursprünglichen Adresse" aktiviert werden.
Grafikeigenschaften-Fenster
Wird diese Option genutzt, können z.B. sämtliche
Grafiken in einem Unterordner gesammelt werden Wichtig ist dann, daß
dieser Ordner auch auf dem Server als Unterordner von "WWW" angelegt wird.
Es muß also auf dem Server dieselbe Ordnerstruktur wie auf der lokalen
Festplatte herrschen.
5.2 FTP
FTP (File Transfer Protocol) ermöglicht den Zugriff auf bestimmte Dateien auf einem entfernt liegenden Computer. Damit können Daten von einem anderen Computer über das Internet auf den eigenen Computer transferiert werden. Am Rechenzentrum Bergedorf spielt FTP eine besondere Rolle, weil über das WS_FTP- Programm Daten auf den Webserver und dort in den eigenen Ordner kopiert werden können. Voraussetzung dafür ist eine gültige Benutzererkennung, ein vernetzter PC (also jeder PC aus dem Rechenzentrum oder ein von zu Hause eingewählter PC) und ein installiertes FTP- Programm (z.B. WS_FTP- liegt auf dem File Server).
Wie mit Hilfe des FTP- Protokolls Internetseiten
auf den Server transferiert werden können, wird im nächstem Punkt
erklärt.
5.3 Bereitstellung von HTML- Dokumenten
Jeder Student mit einer eigenen Benutzererkennung (also mit einer vorhandenen e-mail Adresse) verfügt automatisch über eine eigene WWW-Seite. Die Adresse ist: http://www.rzbd.fh-hamburg.de/~sMatrikelnummer/ http://www.rzbd.fh-hamburg.de/~sMatrikelnummer/ . Über das FTP- Programm können nun die eigenen Seiten auf den Server kopiert und von dort aus dann über das Internet abgerufen werden.
Nach dem Start des FTP- Programmes öffnet sich folgendes Fenster:
FTP- Anmeldefenster
Hier müssen diverse Angaben die zum
Einloggen in FTP notwendig sind, gemacht werden. Der "Profile Name" in
der ersten Zeile ist eigendlich egal (ein eigenes Profil lohnt sich nur,
wenn häufig am gleichem PC gearbeitet wird), die vorgegbene Einstellung
kann also beibehalten werden. In der zweiten Zeile soll der "Host Name"
eingegeben werden. Falls hier noch nicht "ftp.rzbd.fh-hamburg.de" steht,
sollte dies korrigiert werden. Als "Host Type" kann "Automatic detect"
oder "UNIX- Standard" gewählt werden. Die "user ID" in der vierten
Zeile ist (wie immer): "seigeneMatrikelnummer" , in der fünften
Zeile wird das persönliche Password (ist das gleiche wie im mail-
Programm) eingetragen. Rechts neben dem "Password"-Eigabefeld ist ein Kästchen
das "Save Pwd" (=Password) heißt. Dieses Kästchen sollte bei
Anmeldungen aus öffentlichen Terminals umbedingt leer bleiben, da
sich Nachfolgende Computerbenutzer sonst problemlos in den eigenen, privaten
Ordner einloggen können. Nachdem diese Angaben gemacht wurden, wird
durch das Anklicken des "OK"-Feldes die Anmeldung durchgeführt.
Auf der linken Seite des FTP- Fensters
öffnet sich nun eine Übersicht über die Order auf dem Rechner
an dem man gerade arbeitet. Auf der rechten Seite befindet sich der eigene
Server-Ordner ("homex/nachname_vorname). Schon eingerichtet
sind die Ordner "Mail" und "WWW". Der WWW- Ordner ist für die Internet-
Seiten bestimmt.
Um die gewünschten Internetseiten von der Festplatte (oder von einer Diskette) auf den web-Server zu bringen, wird im linken FTP-Fenster der entsprechende Ordner gesucht und geöffnet. Auf der rechten Seiten ist der WWW-Order zu öffnen.
FTP-Fenster
Die gewünschte Datei wird jetzt im linken Fenster markiert und kann, durch Drücken des "à "- Buttons, ins rechte Fenster kopiert werden (das funktioniert auch vice versa). Sämtliche Zusatzelemente (z.B. Grafiken oder Tondateien) müssen ebenfalls auf den Server kopiert werden.
5.4 Pflege der HTML- Dateien
Eine Homepage wird für Besucher schnell langweilig, wenn sie nicht ab und zu aktualisiert wird. Gerade Seiten mit aktuellen Inhalt sollten oft überarbeitet werden, um nicht zum "alten Hut" zu verfallen. Texte lassen sich am schnellsten über das FTP_WS-Programm verändern. Hierfür wird die entsprechende HTML-Datei im linken FTP-Fenster gesucht und markiert. Rechts neben dem Dateien- Fenster befinden sich Buttons mit verschiedenen Funktionen. Aus dieser Leiste wird der "view"-Button angeklickt.
FTP-Fenster
Es öffnet sich ein Texteditor in dem der HTML-Quelltext
angezeigt wird. Der Textinhalt der Datei kann nun beliebig verändert
werden. Zeilenumbrüche im Editor führen jedoch nicht zu Zeilenumbrüchen
im HTML-Text! Ein im Browser sichtbarer Zeilenumbruch wird über das
<br>-Tag erzielt. Nach Abschluß der Textänderungen wird der
Editor geschlossen, die Anfrage des Systems, ob die Änderungen gespeichert
werden sollen, wird mit "ja" bestätigt. Jetzt kann die aktualisierte
Datei, wie in Punkt 5.3 beschrieben, auf den Server kopiert werden.