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Behördenhandeln und vorzeitiges Ende einer Sanierung


Seit Jahrzehnten Granaten gefunden.



Obwohl Bauern seit Jahrzehnten immer wieder Dutzende von I. Weltkriegsgranaten, auch flüssig gefüllte, gefunden und dem Kampfmittelräumdienst übergeben hatten, wurde nie eine Untersuchung des Geländes eingeleitet.

Die Behörden leugneten diese Funde vehement ab. (dazu siehe Kölner Stadtanzeiger vom 10.3.1993 )


Nachdem ab 1988 in den Medien berichtet wurde, kamen die Behörden in Schwung. „Dies ist keine Fettecke von Beuys„, so die Worte eines Behördenvertreters vor laufender Fernsehkamera, als er einen Sprengstoffbrocken in der Hand hielt.

Im Mai 1988 hatten dann die Behörden Altakten aus dem Koblenzer Hauptstaatsarchiv in den Händen und nahmen sie unverzüglich, bis heute, vor der Öffentlichkeit unter Verschluss.

Bröckchenweise räumten sie aufgrund parlamentarischer Nachfragen den Grünen längst bekannte Sachverhalte zögerlich ein.

Zu Ende der CDU-Regierungsperiode (Mai 1991) wurde eine bereits erfolgte Ausschreibung zur Munitionsräumung zurückgezogen. Der Regierungssprecher verkündete Anfang Mai 91, eine Entsorgung sei auf unbestimmte Zeit verschoben, wegen der enormen Kosten.

Wenige Tage später, an Pfingsten (17. Mai 1991) wurden urplötzlich über zwei Dutzend flüssig gefüllte Granaten, als kampfstoffverdächtig geltend, vom KMRD geborgen und das zur ersten Sitzung zusammengetretene neue SPD-Kabinett entschied sich unverzüglich zur Freihandvergabe des Räumauftrages.

Schon im Sommer 1991 wurde das Räum-Camp der Firma Tauber auf dem Gelände und die Schutzzonen C- B und A eingerichtet.

Die Räumung begann in den Gebieten des 30 Hektar großen Geländes, wo mit relativ wenig Kontaminationen zu rechnen war.


Besucher der Anwohner mussten jederzeit außerhalb des Sperrkreises (1,3 km) empfangen und mit Fluchthauben ausgerüstet werden. Ohne diese Schutzausrüstung durfte niemand in die B-Zone.


Dann (1996) erließ die Verbandsgemeinde eine die Anwohner immer noch stark einschränkende Gefahrenabwehrverordnung.


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