Grundschule Klosterbergen  

Der Fisch Fred

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Ein gemeinsames e-mail-projekt unserer Klasse 2b mit dem 2. Jahrgang der Grundschule Morsum / Sylt

 

Eine Fortsetzungsgeschichte. Fett und kursiv gedruckte Abschnitte stammen jeweils von der einen bzw. der anderen Klasse.

- Es macht den Kindern einen Riesenspaß! -

Der Fisch Fred

(Eine Geschichte von den 2. Jahrgängen der Grundschule Morsum / Sylt und der Grundschule Klosterbergen in Reinbek)

Es war einmal ein Fisch mit dem Namen Fred. Er konnte sprechen.

Fred sagte zu seinen Freunden: " Wollen wir spielen?" Die Freunde blubberten ihn nur verständnislos an.

Er war traurig. Ihm wurde langweilig. Immer nur im Meer schwimmen! Was konnte er tun?

Fred schwamm zur Oberfläche. Da saß ein kleines Mädchen. Es war neu in der Stadt und hatte keine Freunde. Fred fragte: "Wollen wir Freunde sein?" Das
Mädchen wunderte sich und fragte: "Wo hast du denn sprechen gelernt, Fisch?"

"Ich lebte eine Zeit lang in einem Aquarium. Dort lernte ich sprechen. Später haben meine Menschen mir die Freiheit gegeben und mich ins Meer geworfen."

Das Mädchen meinte: "Gerne können wir Freunde werden." Sie nahm ihn in einem Eimer mit nach Hause.

Das Mädchen, es hieß übrigens Anna, fragte ihre Eltern, ob sie ein Aquarium haben könnte. Der Vater fragte: "Wozu brauchst du denn ein Aquarium?" - "Für Fred, natürlich", antwortete Anna,

... "das ist der Fisch, den ich hier im Eimer habe."

"Na gut", meinte der Vater, "bis Weihnachten kann er in unserem alten Aquarium bleiben. Es steht im Keller. So lange wird er ja wohl noch leben ..."

 

Anna nahm das Aquarium und Fred mit auf ihr Zimmer. Sie füllte Wasser in das Aquarium und setzte Fred hinein. Fred war glücklich.

 

Fred unterhielt sich oft mit Anna.

Während einer Unterhaltung kam plötzlich Annas Mutter herein.

Sie fragte: "Was machst du da, Anna?" "Ich unterhalte mich mit Fred", sagte Anna. Ihre Mutter ging wieder raus. "Puh", sagte Anna.

Auf der Treppe begegneten Vater und Mutter sich. Sie hörten Annas Stimme und eine fremde Stimme. Sie wunderten sich. Sie schauten durch das Schlüsselloch. "Der Fisch kann ja wirklich sprechen", sagte Mutter. "Der Fisch kann sprechen?" schrie Vater.

"Der Fisch kann sprechen, das gibt`s doch gar nicht! Ein sprechender Fisch - eine Sensation! Damit lässt sich doch bestimmt Geld machen." Der Vater war begeistert. Er hatte auch schon eine Idee...

Da kam Anna aus der Tür. "Wollt ihr ihn nicht erstmal ansehen und sprechen hören?" Sie gingen ins Zimmer. "Wir fragen Fred nach seiner Meinung", schlug Anna vor.

"Quatsch", sagte der Vater. "Jetzt hol den Fisch." - "Aber wozu denn?" fragte Anna. - "Wir wollen ein bißchen Geld mit Fred verdienen. Ein sprechender Fisch, so was gab`s noch nie!" - "Aber Papa, Fred muss doch mitentscheiden dürfen, ob er das überhaupt will!"

Nun meldete Fred sich zu Wort: "Ich möchte gern in Annas Zimmer bleiben. Ab und zu würde ich aber auch mal auftreten."

 

"Okay", sagte der Vater, "für`s Erste reicht das wohl. Ich rufe die Presse an, damit sie Fred ganz groß rausbringen."

Einen Tag später strömten Presseleute ins Haus, der Vater nahm sogar Eintritt. Alle wollten ein Interview mit Fred, dem sprechenden Fisch, machen.

Fred sprach mit einigen Reportern. Bei dem siebenten Reporter begann ihm der Hals zu schmerzen. "Ich kann erst morgen weiterreden, es geht nicht mehr", sagte

Fred heiser.

Die anderen Reporter beschwerten sich und verlangten ihr Geld zurück.

"Du machst weiter!" brüllte der Vater Fred an.

"Du redest jetzt weiter, oder wir werfen dich wieder ins Meer !"

"Nein !" rief Anna . Fred krächzte : "Ich rede ja schon weiter !" Am nächsten Morgen wollte Anna mit Fred sprechen, aber er brachte keinen Ton heraus.

Anna weinte. Die Mutter und Anna gingen mit Fred zu einem Tierarzt. "Wir haben hier einen sprechenden Fisch; leider hat er durch zu langes Reden seine Stimme verloren. Haben sie vielleicht eine Medizin für ihn?" Der Tierarzt meinte: "Ein sprechender Fisch? Wollen sie mich auf den Arm nehmen?"

"Nein, wir wollen Sie nicht auf den Arm nehmen, haben Sie nun eine Medizin für unseren Fisch oder nicht?" - "Ja, ja, schon, aber hören Sie mal, ein sprechender

Fisch..." Der Arzt war sehr erstaunt. "Sie werden es ja erleben, dass er sprechen kann, wenn Sie ihm jetzt endlich eine Medizin geben!" - "In Ordnung, hier ist etwas für das Tier, die Tropfen geben Sie ihm dreimal am Tag, morgens, mittags und abends."

Nach drei Tagen konnte er wieder sprechen.

Fred und Anna besprachen, dass er mit Reportern

künftig nicht mehr sprechen würde. Der Vater, der die neueste Zeitung in der Hand hielt, zog die Augenbrauen hoch:

In der Zeitung stand: "Der sprechende Fisch Fred - eine Sensation ... In der Eichelstraße 7 wohnt ein Fisch, der sprechen kann." "Super", sagte der Vater, Fred ist in die Zeitung gekommen. Also kommt es gar nicht inFrage, dass er nicht mehr mit den Reportern spricht."

Anna und Fred besprachen, dass er beim nächsten Besuch der Reporter schweigen würde. Bald kam auch schon einer. "Wie heißt du denn?" fragte er Fred. Doch Fred schwamm nur stumm in seinem Aquarium herum.

 

"Das ist Fred, unser sprechender Fisch!" sagte der Vater. "Wollen Sie mich für dumm verkaufen? Das ist ja gar kein sprechender Fisch. Er sagt kein Wort."

Der Reporter lief wütend aus dem Haus.

Anna trat ins Zimmer. "Das hast du gut gemacht, Fred. Nun haben wir endlich Ruhe." Doch der Reporter hatte von unten alles mitbekommen; denn das Aquarium stand auf der Fensterbank.

In der Nacht kam der Reporter mit einer Lieter zurück. Er stellte sie ganz leise ans Haus und kletterte zum offenstehenden Fenster hoch. "Da steht ja das Aquarium mit dem sprechenden Fisch!" Er schnappte es sich und verschwand. Die Leiter ließ er stehen.

 

Nach dem Abendessen kam Anna in ihr Zimmer. Sie guckte voller Schrecken zu dem Platz, wo das Aquarium stand. Das Fenster war offen, sie schaue nach draußen. Anna hatte schon einen Verdacht;

denn sie sah die Leiter, auf der ein Name stand. Dort rief Anna und fragte nach. "Meine Leiter hat meine Frau gestern verliehen, ich weiß nicht, an wen."

 

Anna war wütend. "Lügen sie nicht, ich weiß genau, dass sie Fred gestohlen haben!" - "Aber nein, ehrlich nicht, aber da kommt gerade meine Frau, ich werde sie nach der Leiter fragen."

Sie antwortete: "Ja, ich habe sie deinem Freund Maier geliehen, er wohnt in der Eulenstraße 4." Anna ging sofort zur Polizei. Sie erstattete Anzeige. Eine Polizeistreife fuhr in die Eulenstraße 4. Sie fanden Fred im oberen Stockwerk. Im Aquarium war nur noch wenig Wasser. Der Täter wurde verhaftet.

 

Stand: 5.5.99

 

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Stand: 06. Mai 1999