V. Die Anfänge der "Weißen Rose"
1. Manfred Eickemayer
2. Professor Kurt Huber
3. Praktischer Widerstand
4. Verbindungen zu anderen Widerstandsgruppen
VI. Die Flugblätter
1. Finanzierung und Herstellung der Flugblätter
2. Die ersten Flugblätter
3. Kriegsdienst und drei weitere Flugblätter
4. Das fünfte Flugblatt
5. Ansprache Geislers zur 470-Jahr-Feier der Universität
6. Das sechste und letzte Flugblatt
VII. Das Ende der "Weißen Rose"
1. Festnahme
2. Die Verhöre der Gestapo
3. Die Gerichtsverhandlung
4. Die Urteilsvollstreckung
5. Die Folgen für die Familie
6. Die Folgen für die "Weiße Rose"
Der Widerstand im Dritten Reich wurde nach aktivem und passivem Widerstand getrennt. Zum
aktiven Widerstand gehörten die Mißachtung nationalsozialistischer Symbole,
Spenden-verweigerung für NS-Institutionen, Mitgliedschaft in verbotenen Organisationen
und Parteien, Hilfe für Verfolgte sowie versteckte schriftliche Kritik zum Beispiel durch
Journalisten. Zum passiven Widerstand zählen einfach menschlicher Anstand, Worte gegen
die Regierung sowie Antipathie gegen die Machthaber und deren Handlungen. Es gab neben der
weißen Rose in München und Hamburg noch weitere Widerstandsgruppen. Den Kreisauer Kreis
um den Grafen H. J. von Moltke in Kreisau/Schlesien, die rote Kapelle, eine kommunistische
Widerstandsorganisation sowie einige bürgerliche Widerstandsgruppen. Alle Gruppen wurden
zwischen 1942 und 1944 von der Gestapo gestellt und zerschlagen. Das Hitlerregime war
jedoch durch die Widerstandsgruppen niemals ernsthaft in Gefahr, denn den wenigen Hundert
Widerstandskämpfern standen 40000 Mann der Geheimen Staatspolizei Gestapo gegenüber.
1. Die Eltern
Der Vater Robert Scholl war bis 1930 Bürgermeister der Gemeinde Forchtenberg im
Kochertal, einem Nebenfluss des Neckars. Die Mutter Magdalena Scholl, geborene Müller war
eine ehemalige Diakonissenschwester. 1932 zog die Familie nach Ulm.
2. Die anderen Geschwister
Die Scholls waren fünf Geschwister. Inge Scholl wurde 1917 geboren, Elisabeth 1920 und
Werner 1922. Inge und Elisabeth sind die einzigen der fünf Geschwister, die noch heute
leben. Inge Scholl hat kurz nach dem Krieg das Buch Die Weiße Rose"
geschrieben, um alle Welt über die Taten ihrer Geschwister genauer zu informieren.
Werner, der jüngste Sohn der Familie, fiel als Soldat an der Ostfront in Rußland.
3. Hans und Sophie Scholl
Hans Scholl wurde am 22. September 1918 geboren. Er wurde zu eigenständigem Handeln
erzogen und war ein sehr nachdenklicher, kritischer und gerechter Mensch. Er studierte
seit 1940 Medizin an der Maximilians-Universität in München. Dort war er, wie seine
Freunde, Mitglied der Studentenkompanie Medizin, d.h. sie konnten im Notfall als
Sanitätstrupp an einen der Kriegsschauplätze versetzt werden. Hans entsprach dem
nationalsozialistischem Idealtyp und war ein begeistertes Mitglied der Hitler Jugend. Er
war sehr stolz, als er als Gruppenführer die Fahne auf einem NSDAP-Parteitag tragen
durfte. Von diesem Parteitag kam er verändert zurück, er konnte nun die Taten der Nazis
nicht mehr gutheißen und distanzierte sich nach einer handgreiflichen Auseinandersetzung
von der HJ. Hans ist einer der wichtigsten Gründer der Weißen Rose". Sophie
Scholl wurde am 9. Mai 1921 in Forchtenberg geboren und verbrachte dort ihre Kindheit. Sie
war auch sehr nachdenklich und setzte sich für Gerechtigkeit ein. Sie war sehr oft
fröhlich und hatte Spaß. Nach der Schule studierte sie in München Biologie und
Philosophie. Sie setzte sich sehr mit Politik auseinander und trat auch der "Weißen
Rose" bei. Sie mußte Arbeits- und Kriegshilfsdienst in einer Munitionsfabrik
leisten.
1. Alexander Schmorell
Alexander Schmorell wurde am 16. September 1917 als Sohn eines deutschen Arztes und einer
Russin geboren. Er sprach deshalb perfekt Russisch. Er nahm rege am kulturellen Leben in
München teil und trieb viel Sport. Er studierte ebenfalls Medizin und war
Sanitätsunteroffizier der Studentenkompanie.
2. Willi Graf
Willi Graf wurde am 2. Januar 1918 geboren. Sein Vater war ein kaufmännischer
Geschäftsführer. Er wuchs mit seinen zwei Schwestern in einem sehr katholischen
Elternhaus auf, was auch seine Abneigung gegen den Nationalsozialismus begründet. Er
studierte Medizin und war Mitglied der Studentenkompanie.
3. Christoph Probst
Christoph Probst wurde am 6. November 1919 als Sohn einer relativ wohlhabenden Familie
geboren. Seine Eltern waren geschieden und er wuchs mit seiner Schwester auf einem
Landschulheim auf, welches sich sehr lange gegen nationalsozialistische Einflüsse wehrte.
Dadurch hatte er ein sehr enges Verhältnis zu seiner Schwester. Probst war der einzige
der Gruppe, der schon verheiratet war.
4. Professor Kurt Huber
Professor Kurt Huber wurde am 24. Oktober 1893 in Chur in der Schweiz geboren. Er war
Professor für Musikwissenschaften und Psychologie an der Münchener Universität. Durch
regime-kritische Äußerungen waren seine Vorlesungen bei allen Studenten beliebt und
wurden oft von Fremdstudenten besucht. Er unterstützte die Weiße Rose"
geistig, indem er zum Beispiel Texte für die Flugblätter verfasste.
1. Hitlerjugend
Hans und Sophie waren in ihrer Jugend begeisterte Mitglieder der Hitlerjugend. Bei Sophie
ließ die Begeisterung jedoch schnell nach, da sie sich mit den Inhalten der Hitlerjugend
nicht anfreunden konnte. Besonders der Antisemitismus störte sie. Hans war anfangs
stolzes Mitglied und schaffte es bis zum Gruppenführer HJ. Bei einem NSDAP-Parteitag
durfte er die Fahne tragen, kam aber sehr verändert von diesem Parteitag zurück (s.v.).
Von da an hatte er mit der HJ gebrochen.
2. Beginn des Widerstandes in der Familie Scholl
Die Familie Scholl und deren Freunde beteiligten sich am passiven Widerstand gegen die
Nazis, indem sie Bücher verbotener Schriftsteller wie zum Beispiel Thomas Mann, Werner
Berggruen oder Paul Claudel lasen. Durch die Taten der Nazis in der Reichskristallnacht
waren die Scholls und ihre Freunde sehr geschockt.
3. Fritz Hartnagel
Fritz Hartnagel war ein guter Freund Sophie Scholls. Sie schrieben sich regelmäßig
Briefe. Da Fritz Hartnagel Offizier war, gestaltete sich die Freundschaft während des
Krieges als recht schwierig. Das letzte Mal sahen sich die beiden 1942. Fritz Hartnagel
wurde als Verletzter in einem der letzten Flugzeuge aus Stalingrad evakuiert. Den letzten
Brief an Fritz schrieb Sophie am 16. Februar 1943, sechs Tage vor ihrem Tod. Nach dem
Krieg studierte Fritz Hartnagel Jura und kümmerte sich dann speziell um die Kriegsopfer.
1. Manfred Eickemayer
Am 9. Mai 1942, ihrem 21. Geburtstag zog Sophie Scholl nach München, um dort Biologie und
Philosophie zu studieren. Dort lernte sie die Freunde ihres Bruders kennen, mit denen sie
sich dann ebenfalls anfreundete. Ebenfalls lernte sie den 75jährigen Professor Karl Muth
kennen, der Herausgeber der verbotenen Zeitschrift Hochland" war und einen
großen Einfluss auf die Freunde hatte. Nachdem ihnen vom Münchener Architekten Manfred
Eickemayer über die Greueltaten der Wehrmacht und der SS berichtet wurde, entschlossen
sie sich, selbst gegen das Hitlerregime aktiv zu werden.
2. Professor Kurt Huber
Der Münchener Professor Kurt Huber unterstützte die Freunde, die ihre Widerstandgruppe
wahrscheinlich nach dem Roman La Rosa Blanca" von B. Traven genannt haben, in
dem eine kleine mexikanische Hazienda durch die fiesen Machenschaften eines großen
Ölkonzerns zerstört wird. Er unterstützte die Mitglieder in ihrem Denken und Handeln
und schrieb auch Texte für die Flugblätter.
3. Praktischer Widerstand
Neben dem Publizieren NS-feindlicher Texte und Flugblätter leisteten die Mitglieder der
Weißen Rose" auch weiteren aktiven Widerstand. Sie sammelten zum Beispiel Brot
für die Insassen von Konzentrationslagern und kümmerten sich um deren Angehörige. Sie
verweigerten Spenden für NS-Organisationen.
4. Verbindungen zu anderen Widerstandsgruppen
Die "Weiße Rose" hatte viele Verzweigungen in München und auch in Hamburg. In
München gab es über 80 Mitglieder und Gönner, in Hamburg um die 50. Hans Scholl hatte
außerdem Verbindungen zu Falk Harnack, dem Führer der Roten Kapelle". Über
ihn sollte Kontakt zu den späteren Hitlerattentätern aufgenommen werden.
1. Finanzierung und Herstellung der Flugblätter
Die Flugblätter der Weißen Rose" wurden in Münchener Verstecken hergestellt.
Zum Beispiel stand den Freunden zeitweise ein Hinterhofatelier zur Verfügung. Die
Flugblätter wurden mit Schreibmaschinen auf Matrizen getippt und dann in mühsamer
Handarbeit mit Verviel-fältigungsmaschinen hergestellt. Maschinen, Papier, Matrizen,
Briefumschläge und Briefmarken wurden aus eigenem Kapital sowie aus Spenden finanziert.
Fritz Hartnagel spendete zum Beispiel 1000 Reichsmark. Um keinen Verdacht zu erregen
wurden die Gegenstände in verschiedenen Geschäften in ganz München gekauft. Die
Flugblätter erschienen außer in München noch in vielen deutschen und österreichischen
Großstädten und teilweise in England, Schweden und Norwegen.
2. Die ersten Flugblätter
Das erste Flugblatt der Weißen Rose" erschien Anfang Juli 1942 mit einer
Auflage von ungefähr 100 Exemplaren, die unter Zusammenarbeit von Hans Scholl, Alexander
Schmorell und Christoph Probst entstanden waren. Es begann mit dem Text: Nicht ist
eines Kulturvolkes unwürdiger, als sich ohne Widerstand von einer verantwortungslosen und
dunklen Trieben ergebenen Herrscherclique regieren zu lassen." Die Menschen, die
dieses Flugblatt in ihren Briefkästen fanden waren geschockt und viele folgten ihrer
Pflicht" und gaben es bei der Polizei ab. Einige jedoch fanden es gut, dass
sich endlich jemand traute, etwas gegen Hitler zu unternehmen. Diese folgten dann auch der
Aufforderung, die Blätter abzuschreiben und weiterzugeben. Die Freunde setzten sich durch
ihre Aktionen einer großen Gefahr aus. Vor ihren Familien hielten sie die Mitarbeit an
den Aktionen der Weißen Rose" geheim, um diese nicht unnötig zu beunruhigen
oder in Gefahr zu bringen.
3. Kriegsdienst und drei weitere Flugblätter
Am 22. Juli 1942 wurde die Studentenkompanie zum Kriegsdienst nach Rußland versetzt und
Sophie mußte in diesem halben Jahr Kriegshilfsdienst in einer Rüstungsfabrik leisten.
Bis Ende 1942 erschienen dann noch drei weitere Flugblätter, mit denen die Bevölkerung
über die Taten von Wehrmacht und SS aufgeklärt und zum Widerstand aufgerufen wurden. Die
Texte der Flugblätter verdeutlichten die Sinnlosigkeit des Nationalsozialismus sowie die
Dummheit der damaligen deutschen Führung.
4. Das fünfte Flugblatt
Anfang 1943 wurde von der Weißen Rose" das fünfte Flugblatt unter dem Titel
Aufruf an alle Deutsche" herausgegeben (siehe Anlage). Es forderte in einem
nüchternen und volksnahen Ton die Abschaffung von Imperialismus und Militarismus sowie
mit Hilfe der europäischen Völker die Wiedereinführung eines Rechtsstaates in
Deutschland. Von dem Flugblatt wurden 1000 Stück nach ganz Deutschland verschickt, immer
mit der Bitte es zu vervielfältigen und weiterzugeben. Wichtige Bestandteile waren
Textstücke wie Der Krieg geht seinem sicheren Ende entgegen", Hitler
kann den Krieg nicht gewinnen, sondern nur verlängern" oder entscheidet euch,
ehe es zu spät ist!".
5. Ansprache Geislers zur 470-Jahr-Feier der Universität
Am 13. Januar hielt der Münchner Gauleiter Geisler vor den Studentinnen und Studenten
eine Ansprache zur 470-Jahr-Feier der Universität. Während seiner Rede sagte er:
Schenkt lieber Hitler ein Kind, als hier herumzulungern." Die Studentinnen
waren empört und konnten auf das Mitgefühl ihrer Mitstudenten vertrauen. Es kam zu einem
Eklat. Während der folgenden Unruhen gab es Prügeleien zwischen Studenten und SS. Die
Unruhen dauerten noch fast drei Wochen an.
6. Das sechste und letzte Flugblatt
Der Fall von Stalingrad, am 2. Februar 1943, bei dem 146000 deutsche Soldaten umgekamen
und weitere 90000 in Kriegsgefangenschaft kamen, veranlaßte die Mitglieder der
Weißen Rose", ihr sechstes und letztes Flugblatt herauszugeben (siehe Anlage).
Das Flugblatt, von dem circa 3000 Exemplare hergestellt wurden, wurde per Post nach ganz
Deutschland verschickt. In den Nächten auf den 3., den 5. und den 15. Februar bemalten
die Freunde Hauswände im Universitätsviertel mit Parolen wie Nieder mit
Hitler" und Freiheit!". Am 18. Februar entschlossen sich die Geschwister
Scholl, die Flugblätter während der Vorlesungen in der Universität zu verteilen. Das
war nicht mit den Freunden abgesprochen und entsprach auch nicht der üblichen
Vorgehensweise der Weißen Rose". Sie nahmen einen großen Koffer voller
Flugblätter und verteilten diese vor den Hörsälen und auf Fensterbänken. Kurz vor Ende
der Vorlesungen warfen sie noch eine große Menge Flugblätter über ein Geländer in den
Lichthof. Dabei wurden sie vom Hausmeister der Universität beobachtet, der sie daraufhin
festhielt und die Gestapo rief.
1. Festnahme
Bei den ersten Verhören im Universitätsgebäude standen die Geschwister Scholl sofort zu
ihren Taten. Sie wurden dann in das Wittenburger Palais gebracht, die Münchener
Gestapo-Zentrale.
2. Die Verhöre der Gestapo
Die Geschwister Scholl und der einen Tag später, am 19. Februar, verhaftete Christoph
Probst wurden von der Gestapo vier Tage lang verhört. Sie verhielten sich in den
Verhören immer ruhig und sicher. Sie nahmen alle Schuld auf sich, um ihre Freunde zu
schützen, was aber wegen verschiedener Adressen und Telefonnummern, die bei
Hausdurchsuchungen gefunden worden waren, mißlang. Weil er verheiratet war, baten die
Geschwister Scholl um Gnade für Probst, was aber abgelehnt wurde. Während der Verhöre
sagte Sophie: Wie viele müssen heutzutage auf dem Schlachtfeld sterben, wie viele
hoffnungsvolle Männer [...] was liegt an meinem Tod, wenn durch unser handeln Tausende
von Menschen aufgerüttelt und geweckt wurden." Sie wollte genauso bestraft werden
wie ihr Bruder.
3. Die Gerichtsverhandlung
Die Gerichtsverhandlung gegen die Geschwister Scholl und Christoph Probst fand am 22.
Februar 1943 von 9 bis 14 Uhr statt. Die Verhandlung führte der berüchtigte Präsident
des Volksgerichtshofes, Blut"-Richter Roland Freisler, der sich während der
Verhandlung mehr als Ankläger denn als Richter aufspielte. Der Oberreichsanwalt forderte
erwartungsgemäß die Todesstrafe. Die Verteidigung der drei versagte und als Robert
Scholl die Verteidigung übernehmen wollte, wurde er samt seiner Frau des Saales
verwiesen. Nach kurzer Beratungszeit wurde das Urteil verkündet: Tod durch das
Beil." Nach der Verhandlung wurden die drei in das Vollstreckungsgefängnis
München-Stadelheim gebracht.
4. Die Urteilsvollstreckung
Vor der Vollstreckung ihrer Todesstrafe durften sich die drei nochmals treffen. Gegen 17
Uhr wurden dann die Hinrichtungen vollzogen, welche alle drei würdevoll über sich
ergehen ließen. Bevor er sich auf das Schafott legte, schrie durch das Gefängnis: Hans
Es lebe die Freiheit!" Die Vollstreckung wurde so schnell durchgeführt, dass
Freunde der Scholls am nächsten Tag nur noch vom Tod der drei hören und berichten
konnten. Die Leichen der drei wurden auf einem Friedhof neben dem Gefängnis bestattet.
5. Die Folgen für die Familie
In Folge des Urteils wurde in Ulm die gesamte Familie Scholl festgenommen. Ihnen wurde
vorgeworfen, verbotene Literatur von Thomas Mann, Werner Berggruen und anderen gehört und
gelesen zu haben. Bis auf den Vater Robert, der zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt
wurde, kamen aber alle wieder frei.
6. Die Folgen für die "Weiße Rose"
Durch die Verhaftung der Geschwister Scholl und die damit verbundenen
Wohnungsdurch-suchungen wurden die Verzweigungen der Weißen Rose" in München
und Hamburg aufgedeckt. Professor Kurt Huber und Alexander Schmorell wurden am 19. April
und Willi Graf am 12. Oktober 1943 hingerichtet. Im süddeutschen Raum wurden 80 Menschen
und im Hamburger Raum 50 Menschen, die mit der Weißen Rose" in Verbindung
gebracht wurden festgenommen und zu Gefängnisstrafen von bis zu fünf Jahren verurteilt.
Acht weitere fanden in Hamburg den Tod. Die Geschwister Scholl und ihre Freunde haben
damals eine wirklich große Leistung für Deutschland begangen. Sie gingen sehr große
Gefahren ein, die sie schließlich mit ihrem Leben bezahlen mußten. Inge Scholl hat zum
Gedenken an ihre Geschwister und zur Aufklärung über deren Taten das Buch Die
Weiße Rose" geschrieben. Zum Gedenken der Handlungen gibt es in Deutschland viele
Einrichtungen, die nach den Geschwistern Scholl benannt sind, unter anderem viele Schulen,
wie die Melsunger Geschwister-Scholl-Schule.
Inge Scholl, Die Weiße Rose, 1996, Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt am Main
Hermann Vinke, Das kurze Leben der Sophie Scholl, 1986, Ravensburger Buchverlag
Otto Maier, Ravensburg Informationen zur politischen Bildung, Nr. 123/126/127 Der Nationalsozialismus, Nr.
160 Der deutsche Widerstand 1933 - 1945, 1974, 1986, Bundeszentrale für politische
Bildung, Bonn
Texte verschiedener Autoren zum Thema (Internet)
Autor: Manuel Fuchs => Http://privat.schlund.de/manuelfuchs