Wir spielen wir jetzt gedanklich eine Zeitreise
durch.
Nachdem auch der letzte zuhört, versetze
ich uns mit einer Zeitmaschine
in das Jahr 1933, das Zieldatum ist der
30.1
Wir versuchen, Adolf Hitler zu ermorden,
um die Judenverfolgung
und den 2.ten Weltkrieg zu verhindern.
Axiom: Die Zeit lauft in der
Gegenwart weiter, wir altern weiter, alle
anderen Schüler haben weiter Unterricht. Wir befinden uns nun nicht
mehr in diesem Raum. Ein Geschichtskurs findet den Raum leer und
beginnt hier seinen Geschichtsuntericht über den Russland-Feldzug
Der Philosophiekurs verhindert nach kurzer philosophischer
Diskussion Hitlers Ernennung zum Reichskanzler durch eine Bombe.
Hitler stirbt.
Mögliche Folgen:
a)Die Veränderung wirkt sich sofort aus, es bildet sich ein einziger,
neuer Zeitstrahl. Damit ist der Geschichtsunterricht beendet und die
Zukunft tot. (Es findet kein Geschichtsunterricht statt, weil die Schule
nicht gebaut wurde). [einfach lineare, feststehende Zeit]
b)Die Veränderung der Vergangenheit wirkt sich nicht auf den
Geschichtsunterricht aus.
Dieses Model geht davon aus, daß das ,,Jetzt", in dem sich der
Geschichtskurs aufhält, eine eigene und losgelöste Wirklichkeit
von
der Vergangenheit hat. Dieses ,,Jetzt" reicht aus, um dem
,,normalen Zeitstrahl" weiter zu folgen. Gleichzeitig entsteht ein
zweiter Zeitstrahl, der mit der Ermordung Hitlers
fortläuft.
c)Die Veränderung wirkt sich nur mit Lichtgeschwindigkeit aus, es
bildet
sich eine ,,temporale Flutwelle". Die Zukunft wird nach und nach verändert.
Alle veränderten Ereignisse können
für einen kurzen Zeitraum als solches
wahrgenommen werden.
Das Problem bei den Fallen ist, das eine
Veränderung bei nicht konstanter
Zukunft dazu führen könnte,
das wir leben, ohne je geboren worden zu sein.
Damit fehlt der Grund für unsere
Existenz. Dann müßte man sich mit einem
nicht-linearen Zeitbild anfreunden. (
oder der ,,Selbstverteidigungstheorie")
Dieses Zeitbild geht nicht von der Vergangenheit
als Grund für die
Gegenwart, sondern von der Gegenwart als
Grund für die Zukunft aus.
Dabei ist die Vergangenheit unwichtig.
Also entscheiden wir uns nach dem Attentat
dazu, es zu verhindern. Wir
reisen zurück kurz bevor die Stelle,
wo wir gleich das Attentat begannen
werden haben. Tatsächlich tauchen
die beiden Philosophiekurse fast
gleichzeitig bei Hitler aus dem Raumzeit-
Kontinum auf, und unsere
Attentätergruppe kann davon überzeugt
werden, Hitler am leben zu lassen.
Beide Philosophiekurse reisen in die Gegenwart.
Hitler erleidet angesichts
dieser Szenen einen Nervenzusammenbruch
und beschließt im folgenden genau
die Greueltaten, die wir verhindern wollten.
Im Klartext: Wir sind der Auslöser...(Selbstverteidigungstheorie)
Als wir wieder im ,,jetzt" ankommen, treffen
wir und unsere
Attentats- Zwillingsfiguren auf den Geschichtskurs.
Es gibt ein
unglaubliches Chaos ,einige Zeitreisende
matrialisieren mitten in
Personen des Geschichtskurses. Dies l~13t
sich wegen der heisenbergschen
Unschärferelation nicht vermeiden.
Daher beschließe ich, alleine zu dem
Zeitpunkt kurz vor meinem Vortrag zurückzureisen
und mir selbst zu sagen,
das ich diesen Vortrag besser nicht gehalten
haben werden sollte.